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Bahnhof & Strecken
Königlich erlaubt. Privat gebaut.
1863 beginnt Kirchenlaibachs Eisenbahngeschichte mit einem kleinen Halt an der Strecke Weiden–Bayreuth.
Der Anfang an einer Strecke
Die Bayerischen Ostbahnen erschlossen als private Bahngesellschaft neue Verbindungen im Osten Bayerns. Die Strecke Weiden–Bayreuth wurde am 30. November 1863 eröffnet; am 1. Dezember begann der Betrieb. Kirchenlaibach lag damals an einer durchgehenden Verbindung. Im zeitgenössischen Fahrplan wurde die Station als „Haltepunkt“ bezeichnet – ihre spätere Rolle als Eisenbahnknoten war noch nicht erreicht.
Eine Baustelle verändert die Umgebung
Beim Bau des Abschnitts zwischen Kirchenlaibach und Bayreuth waren nach unserem bisherigen Forschungsstand zeitweise 800 bis 1.000 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt, darunter viele aus Tirol und Italien. Für einen späteren zweigleisigen Ausbau wurde bereits Grund vorgesehen. Auf dieser Verbindung wurde dieser Ausbau jedoch nicht verwirklicht.
Das erste Stationshaus
Das erste Empfangsgebäude stand auf damaligem Kirchenlaibacher Grund. Es gehört zur Anfangszeit von 1863 und ist nicht mit dem heutigen Gebäude gleichzusetzen. Als die Anlage für die zweite Bahnverbindung erweitert wurde, wurde das erste Haus 1877 abgebrochen.
Der Betrieb geht weiter
Während der Bauarbeiten zog das Bahnhofspersonal vorübergehend in die westliche Weichenwärterkaserne. Das Gebäude an der heutigen Bahnhofstraße 2 wurde später mehrfach verändert und erweitert; seine heutige Außenansicht entspricht deshalb nicht mehr dem damaligen Zustand.
Aus einem Halt wird ein Knoten
Der Anschluss über Bayreuth und Neuenmarkt verband die Region mit weiteren Bahnstrecken. Mit der zweiten Verbindung von Schnabelwaid nach Marktredwitz erhielt Kirchenlaibach schließlich eine neue Aufgabe: Hier trafen Verkehrswege aufeinander. Dieser nächste Schritt folgt in unserer Geschichte über den Knotenbahnhof.
Literaturhinweis: Werner Porsch: Von der Vogtei zur Großgemeinde.